Uscha Madeisky & Dagmar Margotsdotter-Fricke

Uscha Madeisky & Dagmar Margotsdotter-Fricke

Uscha Madeisky & Dagmar Margotsdotter-Fricke

Filmproduzentinnen, Matriachatsforscherinnen

Schon als Schülerin setzte sie sich für die Rechte der Frauen ein und engagierte sich in der Frauenbewegung. Es wird erzählt, dass die Lehrerin ihres Gymnasium sie und ihre Freundinnen vom Schildkrötenklan, wie die Mädchen sich als verschworene Gemeinschaft nannten, einschloss, damit sie nicht heimlich ausbüchsten um an Demonstrationen teilzunehmen. Kaum war die Lehrerin fort, flüchteten die Mädchen durchs Fenster und pfeilschnell waren sie auf der Demo. Später, als sie schon studierte, organisierte sie Fahrten nach Holland gegen Abtreibungsverbot mit und beteiligte sich an Straßen-Umbenennungs-Aktionen gegen das bewusste Vergessen von bedeutenden Frauen. Sie begann, Filme zu drehen. Einer ihrer ersten, an dem sie maßgeblich beteiligt war, ist eine Dokumentation zur frühen Frauenbewegung: ‚Die Wahrheit über Vera Eschkowa’. Es folgten Jahre als Filmemacherin im Mainstream, den sie immer mit ihrem speziellen Blick auf die Themen Kinder, Jugend und Erziehung nicht in seinem drögen Fahrwasser ungestört ließ. Immer gab sie Anregungen für ein anderes und weitgefassteres Denken. Später kamen Spielfilme und Dokumentarfilme über ganzheitliche Ansätze in der Medizin und zu kulturellen Themen hinzu. Einige Filme gewannen Prädikate und Preise. Sie arbeitete weiter politisch in und für Frauengruppen, gehörte u. a. zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Frauen in Kunst und Kultur, der Stiftung maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst und dem Film- und Kinobüro Hessen. Der entscheidende Impuls zu einer neu-Orientierung kam Anfang der Neunziger Jahre auf einer Reise nach Çatal Hüyük, die Christa Mulack leitete: Uscha entdeckte dort das Matriarchat für sich. Diese Gesellschaftsform der Balance faszinierte sie. Dafür, sagte sie sich, habe ich Filmemachen gelernt, das und davon will ich erzählen! Sie reiste in die noch existierenden Matriarchate, z. B. nach Nordost-Indien, und ihre in den Folgejahren entstandenen Filme wurden mehrfach im Fernsehen gezeigt. Sie sind nicht alt geworden, gelten weiterhin als grundlegend und werden auch von Uscha bei speziellen Gelegenheiten vorgeführt. In den nachfolgenden Diskussionen vermittelt sie darüberhinaus noch Wissen über die matriarchale Gesellschaftsordnung und räumt mit falschen Vorstellungen auf. Dagmar Margotsdotter Sie ist als Diplom Sozial-Pädagogin und Autorin. Als Tochter und Ehefrau erfuhr sie die patriarchalischen Strukturen einer Kleinfamilie. Sie konnte sich daraus befreien und lebt nun in Verbundenheit mit der Mutter, den drei Söhnen und Brüdern, mit FräundInnen und Fremden. Dagmar Margotsdotter ist Familientrainerin nach Thomas Gordon, erlernte schamanische Praktiken in der FSS (Foundation for Shamanic Studies) nach Michael Harner und arbeitet gemeinsam mit vielen anderen an einer matriarchalen Sicht auf die Welt. Im Frühling 2003 legte sie ihren väterlichen Geburtsnamen ab und erhielt standesamtlich den Vornamen der Mutter als neuen. Nach altdeutscher und skandinavischer Tradition weist die Endung -dotter (=altd. Tochter, isländ. dottir) nun darauf hin, dass sie die Tochter von Margot ist. Nach einer langen Zeit der Lehre an der Akademie ALMA MATER lebt sie jetzt gern für den Aufbau der neuen Schule MatriaCon, die zur Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr 2017 eröffnet wurde. Gemeinsam haben die beiden den Verein MatiaVal e.V. ins Leben gebracht

Interview „Das Leben in den Matriachaten dieser Welt“ Uscha und Dagmar nehmen dich in diesem Gespräch mit in das matriachale Bewusstsein, in die Kraft des Mutterschoßes und des mütterlichen Clans. Du erfährst, wie das Leben in den Matriachaten dieser Welt ist. Sie erzählen uns von den Ritualen der Matriachalen Gesellschaften. Sie sprechen darüber, wie sehr die Menschen dort in Verbundenheit leben, niemand fühlt sich allein oder getrennt, frau / man ist immer gehalten im Clan. Jeder ist füreinander da, die Kinder und Alten werden geehrt. Die Kinder weinen kaum, denn sie werden getragen, gehalten, umsorgt. Frauen gebären, gehalten im Schoß ihrer Mütter, ihre Babys. Es gibt weder Konflikte, noch Krieg oder Missbrauch. Alle leben im Einklang miteinander und mit der urmüttlichen Kraft der Erde und des Kosmos. Wenn du dieses Interview verfolgst, kommt eine tiefe Sehnsucht auf, wie wir leben könnten – und alles beginnt mit dir! Du kannst jetzt anfangen die Trennung aufzuheben.

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